28. März 2026 - Premiere am Bodensee: „GirlsGoals“ setzen neue Maßstäbe für den Juniorinnen-Fußball
- Wolfgang Keller

- vor 13 Stunden
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BODMAN-LUDWIGSHAFEN – wurde am 28. März 2026 am Ufer des Bodensees Sportgeschichte geschrieben? Beim ersten offiziellen Turnier auf die innovativen „GirlsGoals“ demonstrierten die B-Juniorinnen der Region, wie eine gezielte Anpassung der Torgröße und des Spielfeldes die Qualität und den Spielspaß im Mädchenfußball steigern kann.
Das Turnier auf dem Gelände des FC Bodman-Ludwigshafen markiert einen Meilenstein für die „GirlsGoal“ Initiative. Im Fokus standen die neu entwickelten Tore, die mit einem markanten pinken Bodenrahmen und optimierten Maßen (20 cm niedriger und 60 cm schmaler als herkömmliche Großfeldtore) speziell auf die Bedürfnisse junger Fußballerinnen zugeschnitten sind. Gespielt wurde im 9er-Format auf dem verkürzten Großfeld – ein Rahmen, der sich als ideal erwies, um die Vorteile der neuen Torgröße unter Wettkampfbedingungen zu testen.
Spannung pur und sportliche Souveränität
In diesem ersten Blitzturnier trafen die B-Juniorinnen des TSV Aach-Linz II, des BSV Nordstern Radolfzell sowie eine Auswahl der SG Sipplingen-Bodman-Ludwigshafen aufeinander. In sechs packenden Partien à 20 Minuten zeigten die Nachwuchsspielerinnen Fußball auf technisch hohem Niveau. Am Ende einer spannenden Hin- und Rückrunde krönte sich die zweite Mannschaft des TSV Aach-Linz zum verdienten Turniersieger.
Ein Gamechanger für Torhüterinnen und Feldspielerinnen
Die Resonanz auf die GirlsGoals war durchweg positiv. Die angepassten Proportionen lösen ein altbekanntes Problem: Den oft zu großen Sprung vom Jugendtor zum massiven Gehäuse der Erwachsenen.
„Ich hatte viel mehr Möglichkeiten, die Bälle zu halten. Für mich sind diese Tore eine echte Chance, wirklich Torhüterin zu sein“, resümierte Maissa Al Mohamad (15 Jahre, Torhüterin des BSV Nordstern Radolfzell e. V.).
Auch Torschützenkönigin Lilly Vesser (14 Jahre, TSV Aach-Linz e.V.) sah den Mehrwert: „Für uns Feldspielerinnen ist es eine größere Challenge, Tore zu erzielen, aber es nimmt den Druck von den Torhüterinnen, die am herkömmlichen Großfeldtor oft verunsichert sind. Sie merkt zusätzlich an: "es freut mich wenn wir helfen können, die tolle Sache mit den Girls Goals mehr public zu machen".
Weitere Stimmen aus der Praxis:
Brücke zwischen Jugend und Erwachsenen - Trainer Daniel Benz (TSV Aach-Linz II) bezeichnete die GirlsGoals als den perfekten „Zwischenschritt“, um Frustration bei jungen Keeperinnen zu vermeiden, die oft durch Distanzschüsse am herkömmlichen Großfeldtor chancenlos sind.
Auch Jérôme Ernsberger, Jugendleiter beim BSV Nordstern Radolfzell, betonte das Potenzial: „Ein interessanter Ansatz, die Torgröße an die physischen Gegebenheiten anzupassen. Die Herausforderung liegt nun in der Etablierung durch den Verband.“
Dank an Unterstützer und Ausblick
Nach ersten erfolgreichen Tests in Wahlwies und Heudorf im Herbst 2025 hat das Turnier in Bodman-Ludwigshafen die Praxistauglichkeit der GirlsGoals unter offiziellem Charakter final bestätigt. Ein besonderer Dank gilt dem FC Bodman-Ludwigshafen für die Bereitstellung der erstklassigen Infrastruktur sowie allen ehrenamtlichen Helfern, die dieses Pilotprojekt ermöglicht haben.
Die „GirlsGoal“-Initiative hat am Bodensee eindrucksvoll gezeigt, dass Fortschritt im Fußball auch bedeutet, über festgefahrene Normen hinauszudenken – für eine starke Zukunft des Juniorinnen- und Frauenfußballs.
Bilder: Lucas Fortmann - Instagram: luckpefor



























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